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ZITATE von KooperationspartnerInnen und FörderInnen des EU-Jugendkinos
(in alphabetischer Reihenfolge):

„Das Vergessen-Wollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“, ist ein jüdischer Leitsatz, basierend auf dem Mystiker und Rabbi Israel Baal Schem Tow des 18. Jahrhunderts, der die Erinnerung an die Schoah für uns heute aufschlüsselt und sie uns ans Herz legt. Wir freuen uns sehr darüber, dass im aktuellen Programm des EU-Jugendkinos, der Film „Facing Auschwitz“ gezeigt wird, der einen Einblick in die Arbeit von MoRaH und den Umgang Jugendlicher mit Friedensarbeit und Erinnerungskultur gibt.

Prof. (FH) Mag. Awi Blumenfeld
Philipp Doczi und Mag. Iris Singer
MoRaH-Leitung

Krieg und Konflikt hinterlassen Spuren in einer Gesellschaft – und das noch lange, nachdem die Kämpfe beendet sind. Die Gräueltaten der Nationalsozialisten, die Ermordung von Millionen Menschen zeigt uns, wozu wir Menschen fähig sind. Wie wichtig die Aufarbeitung von Konflikten ist, wird dabei oft unterschätzt. Totschweigen wurde versucht, aber es führte in eine Sackgasse. Die Wunden der Vergangenheit können nur heilen, wenn wir sie annehmen und lernen darüber zu sprechen. Die Auseinandersetzung mit vergangenem Unrecht und mit Gewalt ist für alle Beteiligten schmerzhaft. Gleichzeitig ist sie nötig, damit aus unterschwelligen Konflikten nicht neue gewalttätige Auseinandersetzungen entstehen. Im Kontext der Erinnerungsarbeit kann jungen Menschen vermittelt werden, wozu Populismus und autoritäre Strukturen führen. Die berührenden Filme im Programm des EU-Jugendkinos: Friedensarbeit und Erinnerungskultur können uns dabei unterstützen Jugendliche für ihre Verantwortung zu sensibilisieren und sie ermutigen, weiter am Fundament für ein friedliches Zusammenleben zu arbeiten.

Katharina Duchaczek und Mag. Markus Priller
Projektkoordination projektXchange
beim Österreichischen Roten Kreuz

Der Zukunftsfonds der Republik Österreich fördert Gedenkprojekte für die Opfer des NS-Regimes und anderer totalitärer Systeme, aber auch zukunftsweisende Projekte, die Werte wie Toleranz, die Achtung der Menschenrechte, Demokratie und Antidiskriminierung thematisieren. Sowohl die Filmauswahl und das Rahmenprogramm des EU-Jugendkinos als auch seine Zielgruppe decken sich mit dem gesetzlichen Auftrag unseres Fonds. Projekte, die speziell Jugendliche anregen, sich einerseits mit der Geschichte aktiv auseinanderzusetzen und andererseits einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung und Toleranz und gegen Diskriminierungen und Extremismus jeglicher Art zu leisten, sind dem Zukunftsfonds ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grunde freuen wir uns, auch heuer wieder Partner dieser wichtigen Initiative von Magdalena Żelasko zu sein, und wünschen dem EU-Jugendkino interessierte, engagierte TeilnehmerInnen und spannende Diskussionen.

Mag. Anita Dumfahrt, Generalsekretärin
Zukunftsfonds der Republik Österreich

Die V.A.M. als staatlich genehmigte Verwertungsgesellschaft der Filmproduzenten unterstützt aus den zu Verfügung stehenden Mitteln aus dem SKE-Fonds soziale und kulturelle Anliegen. Als ein besonders förderungswürdiges Projekt gilt uns das diesjährige EU-Jugendkino mit seinem Schwerpunkt Friedensarbeit und Erinnerungskultur. In diesen Zeiten der Isolation sind gerade Themen wie Integration, Toleranz und Solidarität, Antidiskriminierung, Meinungsfreiheit und Menschenrechte für Jugendliche besonders relevant. Die V.A.M. wünscht den VeranstalterInnen viele ZuseherInnen und ein großes Echo in der Öffentlichkeit.

Filmproduzent Dr. Veit Heiduschka und Mag. Michael Kavouras,
Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien (VAM)

Die VdFS Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden freut sich, auch in diesem Jahr das EU-Jugendkino unterstützen zu können. Gerade zum aktuellen Themenschwerpunkt Friedensarbeit und Erinnerungskultur kann das Medium Film durch seine kreativen Möglichkeiten auch nonverbaler Vermittlung von Inhalten einen wertvollen Beitrag leisten, denn Bilder vermitteln Emotionen und Gedanken über Grenzen und Barrieren hinweg. Daher ist es der VdFS gerade in belastenden Krisenzeiten ein großes Anliegen, den Diskurs und die aktive Auseinandersetzung mit Solidarität, Antidiskriminierung, Toleranz und Integration aufrecht zu erhalten. Wir wünschen allen weiterhin viele interessante Begegnungen!

Mag. Gernot Schödl, LL.M.
Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS)

Filme schaffen nicht nur Bilder, sondern immer auch Vorbilder, die unsere Meinungen und Gedanken beeinflussen. Und sie sind einer der stärksten Träger von Erinnerungen. Deshalb erfordert Filmemachen viel Verantwortung und Menschlichkeit. Gute Filme fordern auch zum Weiterdenken heraus, vor allem in Bezug auf das eigene Ich. „Was hat das mit mir zu tun?" – findet es heraus!

Mag. Roland Teichmann,
Direktor des Österreichischen Filminstituts