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10.12.2020 06:00

PA: EU-Jugendkino startet heute mit dem Schwerpunktthema Menschenrechte

PA: EU-JUGENDKINO 2020/2021
#MENSCHENRECHTE

PRESSEAUSSENDUNG
Abdruck honorarfrei
10.12.2020, Wien

Statements, Fotos und Visuals:
Dropbox-Link: http://tiny.cc/gkd6tz

EU-Jugendkino 2020/2021
#Menschenrechte

„SCHAUT HIN, NICHT ZU“

Thema der bereits dritten Ausgabe des EU-Jugendkinos sind die Menschenrechte. Der Pandemie geschuldet findet die Film- und Gesprächsreihe online statt. Fragen der ZuschauerInnen beantworten wird unter anderem der 97-jährige Shoah-Überlebende und Maler Frederick Terna, der aus New York zugeschaltet werden wird.

Den Auftakt bilden drei Filme, die ab heute, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, online abrufbar sind. Die letzten Filme und Talks werden den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern hingegen erst rund um den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Jänner 2021 via (Live-)Streaming präsentiert. Die meisten von ihnen werden wohl wieder im Rahmen des regulären Schulunterrichts mit dabei sein, steht das gesamte Angebot doch Jugendlichen, die von ihren LehrerInnen bzw. BetreuerInnen als Gruppen angemeldet werden, kostenlos zur Verfügung. Alle anderen InteressentInnen können, ebenfalls gegen Voranmeldung, zumindest die Live-Gespräche gratis mitverfolgen. Schon vor dem Start gibt es übrigens fast 2.500 bestätigte Teilnahmen. 

Beim vom LET’S CEE Film Festival in Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnern veranstalteten aktuellen Schwerpunkt des EU-Jugendkinos werden fünf spannende und zugleich didaktisch wertvolle Filme zu sehen sein, darunter etwa Simon Wielands brandneue Doku „Mauthausen – Zwei Leben“ und, genau zehn Jahre nach seiner Einreichung für den Auslands-Oscar, der Debütfilm des iranisch-österreichischen Filmemachers Arash T. Riahi, „Ein Augenblick Freiheit“. Beide Regisseure werden im Rahmen von Zuschauergesprächen Fragen beantworten, ebenso wie etwa der legendäre in Österreich geborene US-amerikanische Maler und Shoah-Überlebende Frederick Terna und die Leiterin des Menschenrechtsbüros der Stadt Wien, Shams Asadi.   

 „Nichts prägt unsere Meinungen so sehr wie bewegte Bilder. Filme haben eine enorme Wirkungsmacht, Bilder brennen sich ein und beeinflussen entscheidend unsere Sicht der Welt. Daher tragen Filmschaffende immer auch eine große Verantwortung“, sagt Roland Teichmann, der als Direktor des Österreichischen Filminstituts das EU-Jugendkino von Anfang an unterstützte. Und weiter: „Das gilt ganz besonders für den Bereich des Dokumentarfilms, der kritisch, aber nie manipulativ sein darf und der zum eigenen Nachdenken anregen soll, und umso mehr, wenn es um Menschenrechte geht. Die ja nicht nur abstrakt am Papier stehen, sondern uns konkret tagtäglich in den verschiedensten Formen begegnen. Schaut hin, und nicht zu!“

Die dritte Ausgabe des EU-Jugendkinos zum Thema Menschenrechte findet vom 10.12.2020 bis zum 31.01.2021 statt. Gruppen von Jugendlichen, die das Angebot des EU-Jugendkinos kostenlos in Anspruch nehmen wollen, müssen von ihren LehrerInnen und BetreuerInnen unter www.youth-cinema.eu angemeldet werden. Die Gesprächsformate via Livestream können hingegen von allen InteressentInnen, die sich unter education@youth-cinema.eu zeitgerecht anmelden, gratis mitverfolgt werden. Auf der mit dem Projekt verknüpften, allgemein zugänglichen und regelmäßig aktualisierten Plattform #Menschenrechte findet man unter https://vimeo.com/showcase/7830006 weitere Informationen und Inhalte, darunter Statements, Kurzfilme, Trailer und Präsentationen. Der Schwerpunkt Menschenrechte wird durch das LET’S CEE Film Festival in Kooperation mit IFTE – Initiative for Teaching Entrepreneurship, der KPH Wien/Krems und dem projektXchange des Österreichischen Roten Kreuzes angeboten und durch das Österreichische Filminstitut, die Verwertungsgesellschaften VAM und VdFS sowie den Zukunftsfonds der Republik Österreich gefördert. Als neugewonnene Talk-Partner fungieren das Menschenrechtsbüro der Stadt Wien und der Verein MoRaH – March of Remembrance and Hope – Austria.

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ZITATE von Kooperationspartnern und Förderern
(in alphabetischer Reihenfolge):

„Film ist ein geeignetes Medium, um die Kompetenzen von Jugendlichen für Menschenrechte zu entwickeln. Menschenrechtskultur soll gefördert und in unser aller Alltag gelebt werden. Daher begrüße ich dieses Projekt.“

Dipl. Ing. Shams Asadi,
Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien

„Mit der Schilderung von individuellen Schicksalen sind insbesondere auch junge Menschen, die für die Thematik möglicherweise weniger sensibilisiert sind, durchaus auf einer emotionalen Ebene zu erreichen. Aus diesem Grunde ist die Förderung von Projekten dieser Art ein großes Anliegen des Zukunftsfonds.“

Mag. Anita Dumfahrt, Generalsekretärin und Mag. Paul Rachler,
wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zukunftsfonds der Republik Österreich

„Als ein besonders förderungswürdiges Projekt gilt uns das diesjährige EU-Jugendkino #Menschenrechte. Gerade Jugendliche können über den Film an die gesellschaftlich relevanten Themen und an Fragen der Menschrechte herangeführt werden. Die im Film erzählten Geschichten verwandeln abstrakte Theorie in gefühlsintensive Erlebnisse.“

Filmproduzent Dr. Veit Heiduschka und Mag. Michael Kavouras,
Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien (VAM
)

„In Österreich stehen den Jugendlichen viele Chancen offen und so sollte es eigentlich überall sein. Junge Menschen können hier leben und lieben, wen sie wollen, sie können entscheiden, welche Ausbildung sie machen wollen, sie können vor allem ihre Meinung sagen und sich in unabhängigen Medien informieren. Sie können die Politik mitbestimmen, sie können demonstrieren und, wenn sie gläubig sind, können sie ihre Religion ausüben. In vielen Ländern dieser Welt ist das alles leider nicht möglich – und schon gar nicht selbstverständlich. Die Verletzung von Menschenrechten ist leider keine Fiktion. Es ist tagtägliche, traurige Realität. Das alles erleben wir auch immer wieder in der Arbeit des Roten Kreuzes, unter anderem auch im Rahmen unseres projektXchange, wo unsere IntegrationsbotschafterInnen ihre Lebensgeschichten erzählen, die sehr oft von Flucht, Diskriminierung und politischer Verfolgung handeln. Die gute Nachricht: Wir alle können ebenso tagtäglich dazu beitragen, dass die Welt ein Stück besser wird und die Menschenrechte gestärkt werden. Daher freut es uns ganz besonders, dass mit dem EU-Jugendkino #Menschenrechte so ein tolles Projekt entstanden ist, das verbindet und Bewusstsein für dieses wichtige Thema schafft.“

Mag. Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes,
das mit dem integrativen projektXchange erneut mit an Bord des EU-Jugendkinos ist;
Link zur Video-Botschaft:
https://vimeo.com/488892797

„Gerade das Medium Film kann mit wenigen Worten, allein durch die Wirkkraft seiner Bilder, zum Nachdenken anregen und die Auseinandersetzung mit schwierigen Themen ermöglichen. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen und eine besondere Freude, das diesjährige EU-Jugendkino #Menschenrechte des LET'S CEE Film Festivals mit dem wichtigen Schwerpunkt Menschenrechte zu unterstützen.“

Mag. Gernot Schödl
Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS)

„Nichts prägt unsere Meinungen so sehr wie bewegte Bilder. Filme haben eine enorme Wirkungsmacht, Bilder brennen sich ein und beeinflussen entscheidend unsere Sicht der Welt. Daher tragen Filmschaffende immer auch eine große Verantwortung. Das gilt ganz besonders für den Bereich des Dokumentarfilms, der kritisch, aber nie manipulativ sein darf und der zum eigenen Nachdenken anregen soll, und umso mehr, wenn es um Menschenrechte geht. Die ja nicht nur abstrakt am Papier stehen, sondern uns konkret tagtäglich in den verschiedensten Formen begegnen. Schaut hin, und nicht zu!“

Mag. Roland Teichmann,
Direktor des Österreichischen
Filminstituts

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Das #Menschenrechte-Filmprogramm

Gezeigt werden fünf ausgezeichnete österreichische Filme, die sich mit verschiedenen Aspekten der Menschenrechte auseinandersetzen. BORN IN EVIN erzählt die Geschichte der Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich in ihrem bewegenden und herzerwärmenden Debütfilm auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln begibt. Sie arbeitet dabei ein schweres Familientrauma auf und begegnet verschiedenen Mechanismen des Verdrängens und der Traumabewältigung. Der Film MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN des Regisseurs Simon Wieland dokumentiert die Geschichte zweier Menschen, die während des NS-Regimes Zeugen der grauenvollen Vorgänge im Konzentrationslager Mauthausen wurden – des in Łódź geborenen Stanisław Leszczyński als Häftling und des aus Mauthausen stammenden Franz Hackl als Lehrling in der Schlosserei des Lagers. Zwei Schicksale, die konträrer nicht hätten sein können – und die doch so viele verstörende Gemeinsamkeiten haben. Genau 10 Jahre nach seiner Einreichung für den Auslands-Oscar wird der Debütfilm des iranisch-österreichischen Regisseurs Arash T. Riahi EIN AUGENBLICK FREIHEIT in Erinnerung gerufen. Wahre Geschichten über Menschen, die ihre Heimat auf der Suche nach einem neuen Leben in Freiheit verlassen, um herauszufinden, dass die Freiheit sowohl der Himmel als auch die Hölle auf Erden sein kann, klingen auch heute erstaunlich aktuell. Die Kurzfilme DIE GESCHICHTE VOM EISBÄR, DER NACH AFRIKA WOLLTE und LIFE ON THE HORN stellen schließlich die Person und die bewegende Lebensgeschichte von Mo Harawe in den Mittelpunkt. Der in Somalia geborene Regisseur, der 2009 nach Österreich kam, hat hier seinen Traum vom Filmemachen verwirklicht. Sein letzter Film, in dem er die alltägliche Umweltkatastrophe an der somalischen Küste schildert (LIFE ON THE HORN), feierte seine Premiere auf dem Locarno Film Festival.

Jugendliche können die Filme kostenlos mittels eines Links online anschauen, sofern sie als Gruppen von LehrerInnen bzw. BetreuerInnen unter www.youth-cinema.eu angemeldet werden.

Das detaillierte Filmprogramm gibt es unter:
https://www.youth-cinema.eu/programm

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Die #Menschenrechte-Gespräche

Beginnend mit dem 12. Jänner werden Live-Online-Gespräche in englischer oder deutscher Sprache stattfinden. Neben den Filmschaffenden (Mo Harawe, Arash und Arman T. Riahi, Simon Wieland, Negin Rezaie) werden hier auch die Leiterin des Menschenrechtsbüros der Stadt Wien Shams Asadi sowie der Shoah-Überlebende und Maler Frederick Terna aus New York jungen Menschen Rede und Antwort stehen. Die Teilnahme ist nach Anmeldung unter education@youth-cinema.eu für alle interessierten Personen möglich.

Selbstverständlich werden den teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern zu jedem Film auch heuer wieder umfangreiche und sorgfältig ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Alle Details zu den #Menschenrechte-Gesprächen findet man unter:
https://www.youth-cinema.eu/programm

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Die #Menschenrechte-Plattform

Begleitet wird das Projekt, das für den Unterricht in verschiedenen Fächern und Schultypen bestens geeignet ist, durch eine informative Plattform mit zusätzlichen Inhalten, wie Statements, Kurzfilmen, Trailern und Präsentationen auf Deutsch bzw. Englisch. Diese wird unter https://vimeo.com/showcase/7830006 ab dem 10. Dezember bis zum Ende des Semesters allen interessierten Personen zur Verfügung stehen und immer zu Beginn der jeweiligen Woche um neue Inhalte ergänzt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

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Rückfragen richten Sie bitte an:

LET'S CEE Film Festival
Dr. Magdalena Żelasko
E-Mail: management@letsceefilmfestival.com

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