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EU-Jugendkino #Menschenrechte

Film- und Gesprächsreihe #Menschenrechte

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Im Rahmen der aktuellen Ausgabe des EU-Jugendkinos werden folgende Filme gezeigt:

(Jugendliche können die Filme kostenlos mittels eines Links online anschauen, sofern sie 
als Gruppen von LehrerInnen bzw. BetreuerInnen unter www.youth-cinema.eu angemeldet werden)

DIE GESCHICHTE VOM EISBÄR, DER NACH AFRIKA WOLLTE
Kurzfilm | 28 Min.
Regie: Mo Harawe
Österreich 2017
Arabisch mit deutschen UT 
Empfohlen ab 12 Jahren

Nach drei Jahren sehen sich die beiden zum ersten Mal wieder: Die geflüchtete Syrerin und ihr Exfreund, der schon länger in Wien lebt. Vertraute Fremde irgendwo zwischen Slowenien und Österreich. Ahmed soll Aisha, die in Maribor gestrandet ist, illegal über die Grenze nach Wien bringen. Im Niemandsland zwischen altem und neuem Leben, schmerzhafter Erinnerung und ungewisser Zukunft sprechen sie über ihre gescheiterte Beziehung und das Fremdsein. Statement des Regisseurs Mo Harawe: Ich wollte einen Film machen, in dem die Fluchterfahrung zwar im Hintergrund steht, im Vordergrund aber eine Geschichte erzählt wird, mit der sich jeder Mensch identifizieren kann. Zwei Personen, die zwar auf der Flucht sind, aber über ihre Beziehung sprechen. Eigentlich ist es nur ein Paar, das sich ganz normal streitet, wie alle anderen.“

LIFE ON THE HORN
Kurzfilm | 25 Min.
Regie: Mo Harawe
Österreich, Somalia, Deutschland 2020
Somali mit deutschen UT
Empfohlen ab 12 Jahren

In bedrückendem Schwarzweiß entfaltet sich die Geschichte einer alltäglichen Katastrophe an der somalischen Küste. Ein Film über Menschen, die in ihrem Heimatdorf bleiben, auch wenn es durch Umweltzerstörung und tödliche Katastrophen verwüstet ist. Statement des Regisseurs Mo Harawe: „Es geht um alles, an was man nicht denkt, wenn man an Somalia denkt. Es gab für lange Zeit keine funktionierende Regierung und es herrschten immer wieder bürgerkriegsähnliche Zustände. Aber der Alltag ist ganz normal, das kann man von außen nicht verstehen. Und diesen Alltag möchte ich erzählen. Damit man nicht nur das mitbekommt, was über die Medien nach Österreich durchdringt.“

BORN IN EVIN
Dokumentarfilm | 98 Min.
Regie: Maryam Zaree
Österreich, Deutschland 2019
Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch mit deutschen UT
Empfohlen ab 12 Jahren

BORN IN EVIN erzählt die Geschichte von Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich in ihrem bewegenden und herzerwärmenden Debütfilm auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln begibt. Sie arbeitet dabei ein schweres Familientrauma auf und begegnet dabei verschiedenen Mechanismen des Verdrängens und der Traumabewältigung. Statement der Regisseurin Maryam Zaree: „Als Gesellschaft müssen wir Bedingungen schaffen, in denen über Gewalt, Entrechtung und Misshandlung gesprochen werden kann. Diese Geschichten sind nicht immer schön, sie sind oft brüchig, lückenhaft und unvollständig, aber sie helfen uns zu verstehen, wie wir miteinander leben wollen und wie eben nicht. Sie sind ein moralischer Kompass in Zeiten, in denen wieder Hand angelegt wird, an unsere menschlichen Werte. Wir müssen also wieder zuhören lernen.“

EIN AUGENBLICK FREIHEIT
Spielfilm | 110 Min.
Regie: Arash T. Riahi
Österreich, Frankreich, Türkei 2008
Türkisch, Englisch, Persisch, Kurdisch mit deutschen UT
Empfohlen ab 14 Jahren

Tragische und humorvolle Geschichten über die Freude am Leben und das Überleben unter extremen Umständen. Wahre Geschichten über Menschen, die ihre Heimat auf der Suche nach einem neuen Leben in Freiheit verlassen, um herauszufinden, dass die Freiheit sowohl der Himmel als auch die Hölle auf Erden sein kann. Statement der Regisseurs Arash T. Riahi: „Dieser Film ist eine Liebeserklärung an das Leben, denn Freiheit bedeutet Leben. Und weil ich das Leben nicht nur als etwas sehe, dass man irgendwie hinter sich bringen muss, sondern als etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt, soll dieser Film auch eine lebensbejahende Denkweise transportieren, ohne sich jedoch den bitteren Wahrheiten des Lebens zu verschließen.“

MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN
Dokumentarfilm | 70 Min.
Regie: Simon Wieland
Österreich 2020
Deutsch, Polnisch mit deutschem Voice-Over
Empfohlen ab 14 Jahren

Der Film MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN dokumentiert die Geschichte zweier Menschen, die während des NS-Regimes Zeugen der grauenvollen Vorgänge im Konzentrationslager Mauthausen wurden – des in Łódź geborenen Stanisław Leszczyński als Häftling und des aus Mauthausen stammenden Franz Hackl als Lehrling in der Schlosserei des Lagers. Zwei Schicksale, die konträrer nicht hätten sein können – und die doch so viele verstörende Gemeinsamkeiten haben. Statement des Regisseurs Simon Wieland: „Was damals geschah, wirkt bis heute nach. Man sieht es in den Gesichtern der Protagonisten, es spiegelt sich in der Landschaft, im Lager, im Dorf. Der Film versucht, diese Seele der Topographie in eindringlichen Bildern aufzuspüren.“

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